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Christine Jorgensen ist am 30.5.1926 in der Bronx in New York City geboren und am 3.5.1989 in San Clemente, Kalifornien gestorben.
Im Jahr 1952 hatte sie ihre geschlechtsangleichenden Operation 1952.
Das weckte in den USA metiale Aufmerksamkeit. Diese nutzte sie für eine Karriere in der Unterhaltungsindustrie. Was dazu führte dass trans Menschen insgesamt mehr Mediale Aufmerkamkeit bekamen.
Ihre Vater war Zimmermann. Bereits in ihrer Kindheit wollte sie statt ihrer eigenen Kleidung lieber die Kleider ihrer Schwester anziehen. In ihrer Jugend begann sie sich für Fotografie zu interessieren. Gemeinsam mit ihrem Vater richtete sie eine Dunkelkammer im Elternhaus ein. Sie belegte Kurse am New York Institute of Photography.
Während sie beim Militärstützpunkt Fort Dix in New Jersey stationiert war entdeckte sie einen Artikel über den dänischen Arzt Christian Hamburger, der Hormontherapien durchführte. Sie reiste nach Dänemark, um dort eine geschlechtsangleichende Operation durchführen zu lassen. Voraussetzungen waren damals ein psychologisches Attest und eine mehr als ein Jahr dauernde Hormontherapie. Die Geschlechtsangelichung erfolge anschließend in sechs chirurgischen Eingriffen.
Während eines Krankenhausaufenthalts nach ihrer zweiten Operation in Kopenhagen 1952 kam Jorgensens Werdegang in US-amerikanische Medien und wurde dort breit rezipiert.
Durch ihre Bekanntheit erhielt sie Rollen in einigen Theaterproduktionen und zahlreiche Interviews im Fernsehen. Sie tourte mit ihrer eigenen Show, die Gesang und Darbietungen beinhaltete.
Sie machte 1959 wieder Schlagzeilen, als sie eine Heiratsgenehmigung beantragte. Sie wurde ihr verweigert, weil ihre Geburtsurkunde sie nur mit dem männlichen Geschlecht auswies. Sie entschied sich später nicht zu heiraten. Sie hätte auch keine Kinder haben können.
1967 veröffentlichte sie ihre Autobiografie Christine Jorgensen: A Personal Biography, die 1970 als The Christine Jorgensen Story auch verfilmt wurde.
1987 wurde bei ihr Krebs diagnostiziert. An dieser Erkrankung starb sie 1989 in San Clemente, wo sie ihre letzten zwei Lebensjahre verbracht hatte.
Populärkultur
Als sie am 12. Februar 1953 in die USA zurückkehrte, wurde sie am New Yorker Flughafen von Bewunderern, Schaulustigen und Journalisten begrüßt.
Statt sich aus der medialen Präsenz zurückzuziehen, nutzte sie ihre ungewollte Berühmtheit zu ihrem Vorteil. Dies begründete sie damit, dass, wenn man sie denn sehen wolle, man dafür bezahlen solle.
Christine Jorgensens Fall führte zu einer intensiven Auseinandersetzung mit Geschlechtsidentität in den amerikanischen Medien der 1950er Jahre. Insbesondere die Titelseite der New Yorker Zeitung Daily News und deren Schlagzeile „Ex-GI becomes blonde beauty“ am 1. Dezember 1952 führte zu großer Aufmerksamkeit.
Der Führer der Gruppierung Nation of Islam, Louis Farrakhan, der zuvor noch als Calypsosänger unter dem Namen „The Charmer“ aufgetreten war, widmete Jorgensen ein wenig charmantes Lied mit dem Namen Is She Is Or Is She Ain't, eine Neudichtung des Songs Is You Is or Is You Ain't My Baby von Louis Jordan aus dem Jahr 1940.
In dem Stück „Christine Jorgensen Reveals“, einer Bühnenperformance beim Edinburgh Festival Fringe 2005, wurde Jorgensen vom US-amerikanischen Schauspieler Bradford Louryk porträtiert. Louryk kleidete sich als Jorgensen und trat in dieser Rolle zu einem in den 1950er Jahren mit Jorgensen aufgenommenen Fernsehinterview auf, das auf einem Schwarz-Weiß-Fernseher auf der Bühne lief. Die Show wurde 2006 beim Dublin Gay Theatre Festival ausgezeichnet und lief im Januar 2006 im New Yorker Theater New World Stages. Das Stück wurde auch auf Musik-CD veröffentlicht.
Die US-amerikanische Sozialwissenschaftlerin, Filmemacherin und Transgender-Aktivistin Susan Stryker produzierte 2012 eine eineinhalbstündige filmische Collage mit dem Titel „Christine in the Cutting Room“ (Christine im Schneideraum). Zwei Jahre zuvor hatte sie darüber auch eine Lesung an der Yale University mit dem Titel „Christine in the Cutting Room: Christine Jorgensen’s Transsexual Celebrity and Cinematic Embodiment“ gehalten.
Christine-Jorgensen.pdf